Kryptomining im Jahr 2025: Von der Theorie zur Praxis des Starts eines eigenen Rechensystems

Kryptomining bleibt auch im Jahr 2025 ein aktuelles Geschäft, aber längst nicht mehr so einfach wie früher, als man noch auf einem normalen PC gewinnen konnte. Heute hängt Erfolg von technischem Verständnis, korrekter Kostenkalkulation und der Wahl der Ausrüstung ab. In diesem Artikel erklären wir, wie eine moderne Mining-Farm aufgebaut ist, welchen Gewinn sie bringen kann und welche Fallstricke Neulinge erwarten.

Wie ist eine moderne Mining-Farm aufgebaut

Eine Mining-Farm ist kein einzelnes Gerät, sondern ein komplexes System aus Rechenhardware, das rund um die Uhr läuft und Millionen von Operationen zur Validierung der Blockchain durchführt. Im Gegensatz zu den frühen Jahren der Krypto-Industrie, als man noch auf einem Personal Computer minen konnte, sind 2025 ernsthafte Geräte erforderlich.

Die Farm besteht aus mehreren Schlüsselelementen:

Rechenkomponenten:

  • GPU-Karten (NVIDIA RTX 3070, RTX 3090 und andere) — universelle Lösungen, geeignet für das Mining verschiedener Krypto-Assets mit auf Parallelberechnungen ausgelegten Algorithmen (KawPow, Etchash). GPU-Farmen sind flexibler, verbrauchen aber mehr Strom.
  • ASIC-Geräte (Antminer S21, WhatsMiner M50) — spezialisierte Hardware, ausschließlich für den Abbau bestimmter Kryptowährungen. ASICs bieten höhere Leistung und Energieeffizienz, sind aber nicht für den Wechsel zwischen Algorithmen geeignet.

Hilfsinfrastruktur:

  • Motherboard mit ausreichend PCIe-Steckplätzen für mehrere Karten
  • Leistungsstarkes Netzteil (mindestens 1200–1500 W für eine ernsthafte GPU-Farm)
  • Aktives Kühlsystem — von Ventilatoren bis zu industriellen Klimaanlagen
  • Gehäuse oder Produktionsregal für eine bequeme Anordnung und Luftzirkulation
  • Software (HiveOS, PhoenixMiner, spezialisierte Miner für ASIC)

Genau diese Kombination von Komponenten macht einzelne Geräte zu einem funktionierenden System.

Wahl zwischen GPU und ASIC: Was ist besser für Anfänger

Dies ist die wichtigste Entscheidung vor dem Start einer Mining-Farm. Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile.

GPU-Mining — für diejenigen, die Flexibilität schätzen: Erlaubt Experimente mit verschiedenen Coins und Algorithmen. Wenn sich die Marktbedingungen ändern und eine Kryptowährung weniger rentabel wird, kann man schnell auf eine andere umstellen. Außerdem lassen sich GPU-Karten leichter weiterverkaufen, falls das Geschäft sich nicht als profitabel erweist. Nachteil — höhere Stromkosten und geringere Leistung pro Watt.

ASIC — für diejenigen, die auf große Einsätze setzen: Ein Antminer S21 kann ein ganzes GPU-System in der Produktionszeit ersetzen. Der Stromverbrauch ist niedriger, die Amortisation schneller. Aber ASICs sind an einen Algorithmus gebunden — bei dessen Wechsel wird die Hardware nutzlos. Das ist das Hauptrisiko beim langfristigen Mining.

Praktische Schritte zum Start: Von Planung bis zur ersten Belohnung

Phase 1: Budget und Erwartungen festlegen

Zunächst müssen einfache Fragen beantwortet werden: Wie viel Geld sind Sie bereit zu investieren und welches Ergebnis erwarten Sie?

  • Minimaler Start (zum Lernen): 1–2 GPU-Karten, Budget 40–60 Tsd. ₴
  • Serielles GPU-Geschäft: 6–8 Karten, 150–250 Tsd. ₴
  • Professioneller Bereich: ein ASIC Antminer S21 kostet ca. 170 Tsd. ₴
  • Fertiges „Schlüsselfertiges“ System: ab 200–250 Tsd. ₴ und mehr

Aber das ist nur die Hälfte der Ausgaben. Es sind auch zu berücksichtigen: Netzteile (5–10 Tsd. ₴ pro Stück), Kühlung (von einfachen Ventilatoren bis zu teuren Klimaanlagen), Mietkosten für Räumlichkeiten, falls es sich um eine größere Anlage handelt.

Phase 2: Auswahl und Einkauf der Ausrüstung

Bei der Wahl der GPU sollte auf Hashrate (Leistung) und Stromverbrauch geachtet werden. Beliebte Modelle: RTX 3070 (ca. 31 MH/s bei 130 W), RTX 3090 (ca. 60 MH/s bei 250 W). Sparen bei billigem Equipment mit schlechter Energieeffizienz ist ein häufiger Fehler von Anfängern, der dazu führt, dass die Farm „im Minus“ arbeitet.

Für ASIC ist es wichtig, ein Modell mit gutem Verhältnis von Leistung zu Kosten zu wählen. Antminer S19 XP (140 TH/s bei 3,0 kW) ist etwas günstiger als S21, aber weniger leistungsstark.

Phase 3: Zusammenbau und Konfiguration des Systems

GPU-Farmen können selbst aufgebaut werden:

  • GPU in PCIe-Steckplätze der Motherboard installieren
  • Stromkabel vom Netzteil anschließen
  • Betriebssystem und Treiber installieren
  • Lüftung konfigurieren

ASIC ist viel einfacher — nur Strom und Ethernet verbinden.

Wichtiger Punkt: Falsche Kühlung führt zu Überhitzung, Leistungseinbußen von 10–20 % oder sogar zum Geräteausfall.

Phase 4: Software-Einrichtung

Hier sind folgende Schritte notwendig:

  • Mining-Software installieren (HiveOS ermöglicht die Steuerung mehrerer Geräte von einer Oberfläche)
  • Farm an einen Pool anschließen (F2Pool, AntPool, ViaBTC für ASIC; Ethermine, 2Miners für GPU)
  • Übertaktungs- und Undervolting-Parameter einstellen, um den Energieverbrauch zu optimieren

Richtige Konfiguration kann den Verbrauch um 10–20 % senken, ohne Leistung zu verlieren.

Phase 5: Überwachung und Optimierung

Nach dem Start beginnt die kontinuierliche Arbeit:

  • Temperatur der GPU überwachen (optimal 65–75 °C) und ASIC (bis 80 °C)
  • Stabilität der Arbeit kontrollieren und Störungen beheben
  • Geräte regelmäßig von Staub reinigen
  • Lüfter und Wärmeleitpaste bei Bedarf austauschen

Profitabilitätsanalyse: Wie viel verdient eine Mining-Farm

Der Gewinn hängt von drei Faktoren ab: Leistung, Stromverbrauch und Kurs des Krypto-Assets.

Beispiel 1: ASIC Antminer S21

  • Leistung: 200 TH/s
  • Stromverbrauch: 3,5 kW
  • Täglicher Ertrag (nach aktuellen Daten): 400–700 ₴
  • Tägliche Stromkosten (bei 3,6 ₴/kWh): ca. 302 ₴
  • Reingewinn: 100–350 ₴/Tag
  • Amortisationszeit: 1,5–4,5 Jahre

Beispiel 2: GPU-Farm mit 6 RTX 3070

  • Leistung: ca. 360 MH/s
  • Stromverbrauch: 1,2–1,3 kW
  • Täglicher Ertrag: 100–150 ₴
  • Stromkosten pro Tag: ca. 104 ₴
  • Reingewinn: 0–50 ₴/Tag
  • Amortisationszeit: 3–5 Jahre

Wichtig: Diese Zahlen ändern sich mit der Netzwerk-Schwierigkeit und dem Coin-Preis. Bei steigender Marktlage kann die Amortisationszeit halbiert werden, bei Preisverfall nähert sich der Gewinn null.

Neben Stromkosten sind zu berücksichtigen:

  • Pool-Gebühren (meist 0,5–2 %)
  • Wartungs- und Ersatzkosten
  • Kühlung (bei hohem Stromverbrauch)

Wo die Farm platzieren: Optimale Optionen

Heim-Mining: Anfänger starten oft zuhause. Vorteile: einfache Kontrolle, keine Mietkosten. Nachteile: Lärm (ASICs erzeugen 70+ dB), Raumüberhitzung, begrenzte Stromkapazität (Standard-Haushaltsverkabelung reicht oft nicht).

Eigenes Raum (Garage, Keller, Lager): Optimal für größere Anlagen. Ermöglicht die Unterbringung mehrerer ASICs oder GPU-Rigs ohne Komforteinbußen. Erfordert Lüftung, Elektrik, Sicherheitsmaßnahmen. Risiko: Diebstahl ohne Überwachung.

Mining-Hotels: Spezialisierte Rechenzentren bieten Farm-Hosting zu Stromtarifen von (3,2–3,6 ₴/kWh) plus 5–10 % Kommission. Praktisch, aber verringert die Rentabilität.

Cloud-Mining: Miete von Rechenleistung in Rechenzentren im Ausland. Eher Test-Option, Risiko von Betrug hoch.

Haupt-Risiken und Herausforderungen

Mining ist rentabel, aber voller Fallstricke.

Stromtarif: Hauptkostenfaktor. Bei 3,2–3,6 ₴/kWh verbraucht ein S21 ca. 9–10 Tsd. ₴ pro Monat. Tarifsteigerungen um 0,5 ₴ können die Marge komplett aufzehren.

Geräteverschleiß: Ventilatoren halten 6–12 Monate, Wärmeleitpaste etwa ein Jahr. Vernachlässigtes Wartung führt zu Leistungseinbußen.

Krypto-Volatilität: Der Kurs von Bitcoin oder Altcoins kann fallen, und selbst eine effiziente Farm macht Verluste. Das ist das größte Risiko, das man nicht kontrollieren kann.

Rechtlicher Status 2025: In der Ukraine ist das Gesetz zu virtuellen Assets verabschiedet, aber die Anwendung ist vage. Mining befindet sich in einer „Grauzone“. Für die Legalisierung der Einkünfte ist die Nutzung eines Einzelunternehmens (FOP) notwendig.

Energiekrisen und soziale Faktoren: Bei Stromknappheit kann Mining verboten werden. Es gab bereits Fälle von Abschaltungen verdächtiger Anlagen wegen Überlastung.

Fazit: Sollte man 2025 eine Mining-Farm starten

Mining-Farm ist eine kapitalintensive Investition mit hohen Einstiegshürden. Der Erfolg hängt von mehreren Faktoren ab: Gerätewahl, Stromkosten, Marktbedingungen für Krypto-Assets und rechtliche Stabilität.

Für Anfänger liegt das minimale Startbudget bei mindestens 200 Tsd. ₴, mit einer Amortisationszeit von 1,5–5 Jahren. Es ist kein schnelles Geschäft, aber ein potenziell profitables Vorhaben, wenn man die Kosten richtig kalkuliert und sich auf technische Details einlässt.

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