90 Millionen US-Dollar Krypto verschwindet von der iranischen Krypto-Börse im iranisch-israelischen Cyber-Showdown

CryptoDaily
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Eine pro-israelische Hackergruppe hat die Verantwortung für einen Cyberangriff im Wert von 90 Millionen US-Dollar auf Irans größte Kryptobörse Nobitex übernommen, bei dem die gestohlenen Vermögenswerte in einem symbolischen Akt absichtlich unzugänglich gemacht wurden.

Große Sicherheitsverletzung bei Nobitex

Irans führende Kryptowährungsbörse Nobitex hat einen groß angelegten Cyberangriff bestätigt, der zum Verlust von über 90 Millionen US-Dollar an digitalen Vermögenswerten führte. Der Vorfall, der Anfang dieser Woche bekannt wurde, ist einer der bisher bedeutendsten Krypto-Raubüberfälle im Land.

Die Hackergruppe Gonjeshke Darande, international bekannt als Predatory Sparrow, übernahm öffentlich die Verantwortung für den Angriff. Die Enthüllung erfolgte einen Tag, nachdem dieselbe Gruppe bekannt gegeben hatte, dass sie die staatliche iranische Bank Sepah in einer separaten Datenlöschoperation ins Visier genommen habe.

Gelder verbrannt, nicht gestohlen

Das Blockchain-Analyseunternehmen Elliptic berichtete, dass es über 90 Millionen US-Dollar an Kryptowährungen verfolgt hat, die von Nobitex-Wallets an Adressen geflossen sind, die mit den Hackern in Verbindung stehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Krypto-Diebstählen, die auf Profit basieren, wurden diese Gelder jedoch nicht zum Weiterverkauf oder zur Geldwäsche in private Wallets verschoben.

Stattdessen übertrugen die Angreifer die Vermögenswerte an speziell erstellte “Vanity-Adressen”, bei denen es sich um Wallets handelt, die entwickelt wurden, um benutzerdefinierte Nachrichten anzuzeigen. Bemerkenswert war, dass diese Ansprachen abfällige Ausdrücke enthielten, die sich an die (IRGC) des Korps der Islamischen Revolutionsgarden richteten. Laut Elliptic wurden diese Gelder effektiv “verbrannt”, da die Hacker selbst nicht über die kryptografischen Schlüssel verfügen, die für den Zugriff auf sie erforderlich sind, was eine Wiederherstellung praktisch unmöglich macht.

Die Tat scheint ein symbolischer finanzieller Schlag gegen das iranische Establishment zu sein, der mit erheblicher technischer Raffinesse ausgeführt wurde. Die Generierung solch komplexer Vanity-Adressen erfordert High-End-Computing-Ressourcen, was den kalkulierten, strategischen Charakter des Vorgangs unterstreicht.

Politische Motive inmitten zunehmender Spannungen

Der Cyberangriff erfolgt vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen zwischen dem Iran und Israel, wobei beide Länder seit den israelischen Angriffen im Iran am 13. Juni eine Reihe von Vergeltungsaktionen durchgeführt haben. Obwohl es keine direkten Beweise dafür gibt, dass Predatory Sparrow mit einer Regierung in Verbindung steht, glauben Cybersicherheitsexperten, dass die Operationen der Gruppe mit den strategischen Interessen bestimmter Staaten übereinstimmen.

Rafe Pilling, Director of Threat Intelligence bei der Cybersicherheitsfirma Sophos, merkte an, dass die Operation zwar nach wie vor schwer fassbar ist, aber die Merkmale einer staatsnahen Einheit trägt

Er erklärte:

“Es ist schwierig, einen anderen regionalen Akteur zu finden, der sowohl die Motivation als auch die technischen Kapazitäten hat, um diese Art von Angriff durchzuführen.”

Iran verhängt neue Beschränkungen für Krypto Börsen

Als Reaktion auf den Nobitex-Verstoß hat die iranische Zentralbank Berichten zufolge Ausgangssperren für inländische Kryptowährungsbörsen eingeführt. Laut Chainalysis sind die Börsen im Land nun nur noch zwischen 10 und 20 Uhr Ortszeit geöffnet.

Andrew Fierman, Leiter der nationalen Sicherheitsaufklärung bei Chainalysis, sagte gegenüber Medien, dass dieser Schritt wahrscheinlich darauf abzielt, die Fähigkeiten zur Reaktion auf Vorfälle zu verbessern. Er wies auf die erhöhte Wachsamkeit in dem Sektor nach dem Angriff hin und wies darauf hin,

„Krisenmanagement ist während der Geschäftszeiten erheblich einfacher.“

Während die Ermittlungen weitergehen, unterstreicht der Nobitex-Vorfall die zunehmende Politisierung von Cyber-Operationen, die auf die Finanzinfrastruktur in der Region abzielen – ein Trend, der laut Experten parallel zu den geopolitischen Spannungen eskalieren könnte.

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