Autor: Kyrian Alex, CoinTelegraph; Übersetzung: Tao Zhu, Jinse Caijing
Nach der Halbierung im Jahr 2024 ist das Bitcoin-Mining in seine fünfte Ära eingetreten, wobei die Blockbelohnung von 6,25 BTC auf 3,125 BTC gesunken ist. Dies hat die Miner gezwungen, den Betrieb zu überdenken, die Effizienz zu optimieren, die Energiekosten zu senken und die Hardware aufzurüsten, um profitabel zu bleiben. Cointelegraph Research untersucht diese Verschiebung in seinem neuesten Bericht. Die Analyse umfasst Effizienzsteigerungen bei ASIC, Geschäftsleistung, geografische Expansion und neue Umsatzmodelle. Bitcoin wird in eine neue Ära eintreten, wenn sich die Miner anpassen, wobei die institutionelle Dynamik und die Akzeptanz von Staaten seine Rolle im globalen Finanzsystem wahrscheinlich neu definieren werden.
Obwohl die Halbierung negative finanzielle Auswirkungen hatte, steigt die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks weiterhin an. Am 1. Mai 2025 erreichte die gesamte Netzwerk-Hashrate 831 EH/s. Anfang dieses Monats erreichte die Hashrate einen Höchststand von 921 EH/s, was einem Anstieg von 77 % im Vergleich zum Tiefpunkt von 519 EH/s im Jahr 2024 entspricht. Diese schnelle Erholung verdeutlicht den unermüdlichen Streben der Branche nach Effizienz, da große Mining-Unternehmen in die Aufrüstung von Mining-Geräten und die Optimierung von Energie investieren, um rentabel zu bleiben.
Der Wettlauf um das Mining dreht sich immer um die Energieeffizienz. Mit steigenden Energiekosten optimieren die neuesten ASIC-Miner von Bitmain, Bitmain und Canaan Creative weiterhin die für die Hashrate benötigte Energie. Der Antminer S21+ von Bitmain bietet bei einem Stromverbrauch von 16,5 J/TH eine Rechenleistung von 216 TH/s, während der WhatsMiner M66S+ von Bitmain die Leistung der Flüssigkeitskühlung auf 17 J/TH erhöht. Gleichzeitig treiben die Halbleiterriesen TSMC und Samsung die nächste Innovationswelle voran, wobei 3-Nanometer-Chips bereits in Gebrauch sind und die 2-Nanometer-Technologie kurz vor der Markteinführung steht.
Nach dem Halving ging die Rentabilität des Bitcoin-Minings deutlich zurück. Der Hashrate-Preis (täglicher Umsatz pro Terahertz/Sekunde) fiel von 0,12 $ im April 2024 auf etwa 0,049 $ im April 2025. Gleichzeitig stieg die Netzwerkschwierigkeit auf ein Allzeithoch von 123 Terahertz, was es für Miner schwieriger machte, die Rentabilität zu steigern. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Betriebe jedes Watt Leistung maximieren. Diese Verschiebung hat die Suche nach billigem und zuverlässigem Strom intensiviert und den Bergbaubetrieb dazu veranlasst, in Regionen mit niedrigeren Energiekosten zu expandieren.
Heutzutage bestimmt der Strompreis die Rentabilität des Minings. Im Oman genießen lizenzierte Miner eine staatliche Subvention von 0,05 bis 0,07 US-Dollar pro kWh, während in den VAE der Strompreis für halbstaatliche Projekte mit 0,035 bis 0,045 US-Dollar pro kWh sogar noch niedriger ist. Diese Anreize machen die Region zu einem Top-Ziel für den institutionellen Bergbau. In den Vereinigten Staaten, wo die Kosten für Industriestrom in der Regel 0,1 US-Dollar pro Kilowattstunde übersteigen, sehen sich die Bergbauunternehmen mit schrumpfenden Gewinnen konfrontiert und sind gezwungen, in kostengünstigere Gebiete zu ziehen. Afrika, der Nahe Osten und Zentralasien sind zu wichtigen Schlachtfeldern in diesem Wettlauf geworden und bieten den Bergbauunternehmen die Möglichkeiten, die sie zum Überleben benötigen.
Die Halbierung im Jahr 2024 verstärkt eine brutale Tatsache: Effizienz ist kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Die gesamte Branche bewegt sich auf ein schlankeres, optimiertes Betriebsmodell zu, wobei nur die energieeffizientesten Miner gedeihen können. Der Aufstieg des KI-Computings, globale regulatorische Veränderungen und anhaltende Hardware-Fortschritte werden die Entwicklung der Branche in den nächsten 12-18 Monaten weiterhin prägen.